Weiße Ware und Lohnverguss

Bei der Herstellung so genannter weißer Ware kommt das Verfahren des Lohnverguss oft zum Einsatz. Unter weißer Ware versteht man Produkte, die zur Kategorie der Haushaltsgeräte zählen. Der Name weiße Ware kommt daher, dass, zumindest bis vor kurzen, alle Haushaltsgeräte in dieser Kategorie in Weiß hergestellt wurden; erst seit wenigen Jahren gibt es ja auch Haushaltsgeräte in Trendfarben, wie zum Beispiel Rot oder Blau.

Diese weiße Ware, für die der Lohnverguss so wichtig sein kann, wiederum sortiert in Groß- und Kleingeräte. Zu den Großgeräten zählen alle bekannten Geräte, wie Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler, aber auch Kühlschränke, Herde und Gefriertruhen. Wie der Name Kleingeräte schon sagt, zählen zu diesen beispielsweise die Kaffeemaschine, der Eierkocher und der Toaster, aber auch andere Geräte, wie Haarföhn oder Glätteisen. Unter weißer Ware versteht man also die Zusammenfassung aller Küchen- und Körperpflegegeräte, die entweder thermisch oder motorisch funktionieren.

Die Elektrik oder Elektronik, die in diesen Geräten verbaut ist, muss manchmal vor Hitze, Nässe oder gegen Schäden abgesichert werden. Hier kommt das Verfahren mit dem Namen Lohnverguss zum Einsatz. Hierbei wird um die Elektroden, Platinen oder andere Bauteile ein Material gegossen, welches die empfindlichen Bauteile vor Beschädigung schützt. So ist also ein gewisser Schutz vorhanden, wenn beim Wasserkocher einmal etwas daneben läuft oder die Waschmaschine in einem feuchten Keller steht.

Für den Lohnverguss kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Harze, wie zum Beispiel das Epoxy Harz, aber auch Silikone und anderes wird hier verwendet. Wichtig ist, dass die Materialien eine gewisse Härte und Wasserundurchlässigkeit, oder eine bestimmte Elastizität aufweisen, ohne zu zerbrechen.